• Ende der Vorstellung


    Hermine K., Besitzerin der "Karpfinger Lichtspiele", eines alten schäbigen Wiener Vorstadtkinos, in dem nur Kriminalfilme gezeigt werden, entdeckt nach dem Ende der Samstagnachtvorstellung die Leiche eines alten Mannes in ihrem Kino. Der dritte Tote in einem Monat. Alle drei Opfer sind alte Männer, allen dreien wurde die Kehle durchgeschnitten und alle drei wurden ausgeraubt. Da die Polizei die anderen beiden Morde nicht aufklären konnte, beschließt die Kinobesitzerin, dieses Mal auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen.

    Schorschi, Oberkellner im Café "Nachtlberger" und seit vielen Jahren hoffnungslos in sie verliebt, versucht vergeblich, Hermine K. von der Idee, selbst Detektiv zu spielen, abzubringen. Im Café trifft sie einige Besucher der Spätvorstellung. Sie verdächtigt drei Informatikstudenten, einen auffällig großen jungen Mann - ein Cineast, wie sich später herausstellt - und natürlich Schurli Blasicek, den Taxifahrer und Freund des Oberkellners aus gemeinsamen Boxertagen, der offensichtlich etwas mit der Leiche zu tun hat. Der Kreis der Verdächtigen erweitert sich schnell um Ella und Klara, zwei alte Damen, die zum begeisterten Stammpublikum des Kinos gehören, und Hermine wird in Machenschaften verwickelt, die mindestens so düster, grotesk und bedrohlich sind wie die Geschichten in den Filmen, die sie in ihrem Kino vorführt.

    Edith Kneifl stellt bewußt Bezüge zu bekannten Kriminalfilmen her, sie spielt Film- und Schlagertiteln und schafft es so, über ihrer düsteren Story den Geruch abgründigen Wiener Humors zu verbreiten.



    ISBN 978-3455038729
    254 Seiten
    Hoffmann und Campe 1997

  • Aktuelles und Presse

    Ein psychologisch raffinierter Kriminalroman, bei dem Komik und Grauen dicht beieinanderliegen.
    "Ganz nach ihrem Vorbild Patricia Highsmith setzt Edith Kneifl auf die komplexe Psychologie ihrer Figuren und entwickelt daraus Spannung."

    ORF-Literaturmagazin